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Flieg‘ frei, mutige, sanfte Seele! Und DANKE!

Ich sitze hier, zutiefst berührt.

Um dir die ganze Geschichte erzählen zu können, muss ich etwas ausholen.

Denn heute möchte ich den Schweinwerfer auf eine ganz spezielle, wunderschöne, junge Heldin richten.

Leonie.

Ende 2016 schrieb mir Leonie eine Mail:

„Schon seit einigen Tagen liegt eine E-Mail in meinem „Entwürfe“-Ordner, die aber nichts weiter als diese Ansprache und eine Intention enthielt. Aber nach deiner heutigen Mail ist es soweit, und ich schreibe dir, mit Kater auf dem Schoß frei vom Herzen.

„Gefunden“ habe ich dich und deine HeldInnengruppe durch den Hinweis einer lieben Freundin. Darauf habe ich mich durch deine wunderschöne Homepage geforscht und mit Freude deine Newsletter gelesen, staunend, wie strahlend und selbstverständlich diese Frau sich dem Leben in Freiheit verschrieben hat… und der Mission, mehr Menschen dazu zu inspirieren. 

Ich bin eine Kunststudentin und Fotografin, die einmal fast Tierärztin geworden wäre. Und ich bin ein ehemals unfassbar unsicheres Mädchen, was Dank wundersamer Frauen wie dir mehr und mehr die Magie und Schönheit des Frauseins entdeckt (und sich – dank dir – in den Begriff und das Bild der „Sheroe(s)“ verliebt hat).“

Sie erzählte mir von ihrem wundervollen Projekt „The Roadstories Project“, in welchem sie Menschen rund um die Welt interviewte, denen sie bis anhin „zufällig“ über den Weg gelaufen waren und welche sie irgendwie faszinierten.

Bei mir wollte sie eine Ausnahme machen und mich direkt anfragen für ein Interview in meiner neuen Heimat in Holland.

Ein paar Tage später, es war am 18. Dezember 2016, trafen wir uns beim grossen Theater in Hoorn, direkt am IJsselmeer.

Der erste Ort in Hoorn, den ich im April 2016 nach meiner Auswanderung (heimlich mit meiner Freundin) besucht hatte.

Es war, als hätte ich die zwei (Simon, Leonie’s grosse Liebe war auch dabei) bereits seit Jahren gekannt, als wir uns an diesem milden Wintertag trafen.

Leonie und Simon, beide eine Ruhe, Stille und Vebundenheit ausstrahlend, die ich niemals vergessen werde.

Nach einer innigen Umarmung, setzten wir uns alle zusammen am IJsselmeer an einem Steg nieder, schauten über das Wasser und Leonie begann dann, ihre Fragen zu stellen.

Ich fühlte mich während dieser guten Stunde so verbunden. Mit mir selber, dem Leben, meiner Liebe, dem Wasser auf das ich schaute und zu den Menschen in meinem Leben.

Ich erinnere mich als wäre es gestern gewesen, wie plötzlich ein paar Vögel über das Wasser flogen und wie der Moment in pure Magie getaucht wurde. Leonie hatte mich gerade gefragt, was für mich „zuhause“ bedeutet und ja… das.

DAS fühlte sich an wie „zuhause“.

Ich glaube, dass wir alle, die da sassen, dies spüren konnten und selten fühlte ich mich nach einer Begegnung so genährt und lebendig.

Letzten Sonntag spazierte ich mit Bas und seiner Schwester zu genau diesem Ort, wo ich vor gut einem Jahr mit Leonie und Simon sass und dachte ganz fest an sie, die mutigen Abenteurer, die stark und frei ihr Leben leben und ihre Träume wortwörtlich auf die Strasse – aber noch vielmehr in die Natur bringen.

Heute morgen erreichte mich dann eine neue Anfrage für das Sheroes-Programm.

Als ich dann auf Teresa’s FacebookProfil war, welche ich anhin nur von einer anderen CoachingPlattform kannte, sah ich, dass sie auch mit Leonie befreundet ist und dass sie ziemlich sicher auch die besagte Freundin war, welche Leonie ursprünglich auf meine Seite brachte.

So ging ich aus lauter Freude auf Leonies Seite, um ihr zu schreiben – und was ich da entdeckte, lässt mich noch immer innerlich beben.

Leonie ist am 3. August 2017 verstorben. Gemeinsam mit ihrem Freund Simon.

Die beiden waren leidenschaftliche Kletterer und Bergsteiger und sind bei einer Klettertour gemeinsam abgestürzt. Bei einem Pass in der Schweiz mit dem Namen „HimmelsLeiter“.

Ja, sie starb, wie sie lebte. In ihrem Element, ihren Traum lebend, an der Seite ihrer grossen Liebe.

Gerade eben haben mich Zeilen der besagten Freundin Teresa erreicht.

Auf dem Weg zurück nach Hause machte Leonie einen Zwischenstopp bei ihr Zuhause. Und sie schrieb mir darüber, wie sehr Leonie von unserem Treffen berührt war und wie ihr meine Arbeit und  Texte geholfen haben, ihre innere Heldin zu erwecken.

„Ja, von Leonie wollte ich dir erzählen.
Sie hat mir so eindrücklich von eurer Begegnung damals erzählt, war direkt anschließend bei mir in Münster. Das Treffen mit dir hat sie geprägt auf ihrem Weg im letzten Jahr. Sie hat dich sehr bewundert, auf eine schwesternhafte Art.“

Ich bin unendlich berührt.

So, soo berührt!

– Und wollte dies mit dir teilen, um dir zwei Dinge zu zeigen:

 

Du weisst NIE, niemals, wann diese Reise hier zu Ende geht.

Leonie wurde nur gerade 23 Jahre alt – doch sie hat ihr Leben gelebt, wie keine andere.

Bitte lebe!

Lebe dein Leben und sei glücklich! Scheisse auf Perfektion und tue das, was dein Herz zum Singen bringt!

UND du weisst ebenso niemals, wen du inspirierst mit deinem Sein und Tun!

Ich hatte keine Ahnung, wie tief Leonie unsere Begegnung berührt hatte. Auch war mir nicht bewusst, wie sehr meine BlogEinträge, auf welche ich zu 99.7% niemals Rückmeldung bekomme, Einfluss nehmen können.

Wir wissen es ganz einfach nicht.

Und ich bin unendlich dankbar, dass ich mich von Leonie und ihrem ruhigen, sanften, jedoch kraftvollen habe berühren lassen.

DANKE, liebe Shero!

Ich verneige mich mit Tränen in den Augen vor dir und deinem Weg.
Du bringst Menschen zusammen, damals und heute.

Und ich freue mich, dass du und Simon beide gemeinsam auf eine neue Reise gehen konntet – wie ihr es immer getan habt!

Bis später!

In Liebe,
Priska

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Bild von Léonie Hochrein, 2016, Hoorn