„Ich fühle mich schuldig. Jeden Tag, so ziemlich immer!“

Bam!

Dies die Worte einer meiner wundervollen MasterMindSchwestern, mit denen ich mich wenn irgendwie möglich jede Woche an unserem OnlineLagerfeuer treffe.

Ihre Worte hallten in meinen Ohren nach.

Sie sprach ihre Wahrheit aus, welche offensichtlich eine Saite in mir anschlug.

Nein, ich fühle mich nicht immer schuldig – aber oft.

Viel zu oft, unterhalte ich den Gast „Schuld“ in meinem Zuhause. Und ich wollte wissen, WIE oft ich ihr eine Tasse Energie serviere.

Dies ein Auszug meiner Liste der Dinge, die mir mein innerer Saboteur im Laufe des gestrigen Tages zuflüstert:

( Und ja, ich ziehe mich hier aus für euch!)

 

– „Hast du jetzt tatsächlich so lange geschlafen?“ #Schuld

– „Du hast noch immer keinen Newsletter an deinen Tribe geschickt.“ #Schuld

– „Und wenn wir schon vom Newsletter sprechen  – wo genau ist dein neuer Blogpost?“ #Schuld

– „Hör auf „kein Wifi“ zu haben als Ausrede zu benutzen! Du kannst auch offline Dinge vorbereiten“ #Schuld

– „Du, hör mal! Der Hund war ja noch immer nicht draussen!“ #Schuld

– „Du hast bis jetzt NUR Dinge gemacht, die dir Spass machen. Andere Menschen müssen hart arbeiten!“ #Schuld

– „Deine eine Leserin hat alle Impulse des kostenlosen Coachings verloren und du kannst ihr ernsthaft nicht nachliefern, was sie sich wünscht?“ #Schuld

– „Du hast deinen Vater noch immer nicht zurückgerufen! Weisst du, was er alles für dich tut?“ #Schuld

…. und ja, die Liste geht weiter – und früher hätte sie auch noch Dinge wie „Schokolade gegessen“, „Zu lange Pause gemacht“.. darauf getummelt. Gottseidank sind jedoch ein paar Zwiebelschalen bereits geschält.

 

Ich habe lange mit meiner AlignmentSister über meine Liste und Gedanken gesprochen (und ja, was das genau eine AlignmentSister ist, können alle Sheroes meines Programmes erzählen).

Ihre Antwort lautete: „Guilt is a form of punishment!“

„Schuld ist eine Form von Bestrafung!“

Wow!

Wie wahr.

Und wofür bestrafe ich mich genau?

Warum erlaube ich mir nicht einfach, mein Leben zu leben und jeden Abschnitt davon zu geniessen? Besonders diejenigen, welche endlich einmal einfach sind?

 

Warum ist etwas nur dann gut, wenn ich dafür geblutet und gelitten habe?

Ich habe es SO VERDAMMT SATT (und ja, ich meine das so!), mich nur dann zu wertschätzen, wenn ich eine Stufe in der Peripherie von „Perfektion“ erreicht habe.

Denn ich bin Mensch.

Und in diesem MenschSEIN, werde ich niemals ohne Macken existieren. Ich werde immer einen Schatten werfen – denn das ist es, was es bedeutet, einen Körper zu haben. Wir nehmen Raum ein. Wir sind sichtbar, haben Gedanken, Gefühle und handeln danach. So, wie es uns am besten erscheint. Und es ist sowas von unmöglich, in der Komplexität „Mensch“ alles „perfekt“ zu machen (was auch immer das für dich persönlich bedeutet).

 

Denn da liegt meine persönliche Wurzel der Schuld:

Ich fühle mich schuldig, dass ich nicht die Welt retten kann. Dass ich nicht perfekt bin. Dass ich nicht mein volles Potenzial lebe.

 

Ich habe die letzten 2 Jahre damit verbracht, mich dafür schuldig zu fühlen, dass eine Ehe kaputt gegangen ist, in deren Bruch ich einen Ehrenplatz in der ersten Reihe hatte.

Der Fact, dass ich diese Schuld in mir trage, impliziert jedoch, dass ich diese Ehe hätte retten können.

Aber dies lag niemals in meiner Macht.

Und auch wenn mein Kopf das weiss… die Schuld war immer wieder da und ich habe hart an mir gearbeitet, um sie zu umarmen. Sie auf meine Seite zu holen, damit sie sich in meiner Aufmerksamkeit entspannen und transformieren durfte.

Es war ein langer Weg, der noch nicht ganz abgeschlossen ist. Ein paar Schichten sind noch übrig – und die wiederspiegeln sich so wunderbar in meiner gestrigen Liste.

 

Doch heute gebe ich der Schuld bewusst eine Pause. Jeglicher Schuld.

Ich hänge sie an meinen Kleiderhaken und lasse sie einfach mal sein. Im Wissen, dass ich sie immer wieder zurückholen kann, wenn ich sie denn vermissen sollte oder sie mich.

Denn nein! Ich bin nicht perfekt und das ist wunderbar so.

Wie sonst, sollte ich mit Menschen arbeiten können, wenn ich nicht selbst Mensch bin?

Und das ist es, was ich am besten tue. Voll Mensch sein und mich weder für mein Licht, noch für meienen Schatten zu schämen!

Hallelujah!

Bist du dabei????

 

8 comments on “Ich fühle mich schuldig!

  1. Allerliebste Priska

    Soeben habe ich deine Gedanken über Schuld gelesen. Grad dieser unmittelbare Impuls dir ein GROOOOOOOSSES
    DAAAAAAAANKE zu schicken und eine herzliche Umarmung dazu.
    Wünsche dir vieles zum geniessen !
    :-****** Rea

    • Liebste Rea

      Vielen, vielen Dank für diese herzliche Umarmung! Sie ist soooowas von angekommen! Danke, danke, danke!!
      Und eine riesenfette Umarmung zurück zu dir <3

  2. Hallo Priska,
    oh ja das kenne ich zu gut. Früher fühlte ich mich schuldig, wenn ich was für mich getan habe und dafür nicht für meine Familie zur Verfügung stand. Früher habe ich mir einreden lassen, schuld an gewissen Dingen zu sein, weil ich das getan habe, was ich für richtig hielt oder einfach getan habe. Ganz viel habe ich bereits gelöst. Aber immer noch habe ich ab und zu dieses Gefühl nicht genug gemacht, getan und an alles gedacht zu haben. Habe ich was vergessen, fühle ich mich schuldig, habe ich etwas nicht angesprochen, weil es für mich selbstverständlich ist, aber nicht für den Anderen, fühle ich mich schuldig. Und natürlich das fette Dinge, wenn ich es mal wieder nicht schaffe genug Geld zu verdienen, um für alles zu sorgen, was die Familie braucht, fühle ich mich Schuldig.
    Eins ist mir aber inzwischen klar geworden, es nutzt niemandem etwas, wenn ich mich schuldig fühle. Mir nicht und nicht den anderen. Somit wird mir immer klarer, auch jetzt hier, das ich niemanden sagen darf, das er Schuld ist. Wir machen Fehler, weil wir Menschen sind, wir lernen daraus, machen bielleicht den Fehler erneut und entwickeln uns. Aber Schuld ist das falsche Gefühl, es holft uns nicht uns zu entwickeln, denn es macht uns klein. Und wir sind nicht klein, wir sind Helden!

    Liebe Grüße
    Dein Wolf

    • Lieber Wolfram

      Vielen, vielen Dank für deinen wertvollen Kommentar…
      „Wir machen Fehler, weil wir Menschen sind, wir lernen daraus, machen bielleicht den Fehler erneut und entwickeln uns. Aber Schuld ist das falsche Gefühl, es holft uns nicht uns zu entwickeln, denn es macht uns klein. Und wir sind nicht klein, wir sind Helden!“

      So sooo wahr, Lieber!
      Auf unser Held/innenTum!

      Und ja, so wahr – mit Schuld können wir niemandem nichts geben. Es raubt alleine Energie und zerstört Schwingung.
      Es ist sozusagen energetische LuftVerschmutzung…

      HerzensGrüsse zu dir, lieber Held
      Priska

  3. Liebe Priska,

    ich danke dir von Herzen, wie du all das in Worte gefasst hast! Ich verfolge dich nach wie vor bei Insta und bekomme zu meinem Glück immer wieder deinen Newsletter via mail. Und mit deinem Blogeintrag über Schuld, den ich genau heute ….weil es wohl dran war….gelesen habe, hast du mir sehr geholfen.
    Heute überkamen mich Schuldgefühle. Aber holla! Die letzten Wochen, in denen mein Kind anderswo Ferien machte und bei seinem Papa war, hatte ich viel Zeit und Stille und da hört man seinen Stimmen und den Kritikern auf einmal viel besser zu als wenn man immer funktioniert und in Ablenkung ist. Und da war die Schuld gaaaanz weit vorn. Meine Güte habe ich oft das Gefühl von Schuld! Wahnsinn. Ja aber echt…Wahnsinn!!!

    Nun las ich deinen Eintrag eben und ich fühlte mich abgeholt bei genau dem, was mich bewegt. Und deine Worte und Gedanken dazu zu lesen, fühlt sich so gut an! So richtig gut! Balsam, Hilfe, Verständnis…. es tut einfach gut.

    DANKE! Danke für deinen Weg, den du teilst! Und die Möglichkeit damit, mir einen Zugang zu meinem Frieden mit mir selber immer und immer wieder bewusster und näher zu sein.

    Ich wünsche dir von ganzem Herzen so viel Liebe und Mut und Frieden, wie es jedem von uns zusteht! Und vor allem dir und Bas und allem, was damit zusammenhängt eine ständige nährende weitere Entwicklung und Liebe.
    Ach, du verstehst das schon!!!

    Herzlichste Grüße und eine virtuelle Umarmung von Andrea (HT, Insta und Kommentaren hier…)

    • Liebe Andrea

      Ich danke dir von HERZEN für deinen Kommentar und deine Stimme, sowie deine lieben Wünsche und Worte!

      Ja, oft sind wir im Alltag so abgelenkt, dass diese Stimmen der Schuld regelrecht untergehen – und dennoch flüstern sie uns konstant Dinge ins Ohr.

      Was für ein Geschenk, wenn wir sie erkennen und in den Arm nehmen können.

      Wie alles, das wir jahrelang sorgfältig gelernt und aufgebaut haben, braucht es etwas Zeit, um es wirklich anzunehmen und zu transformieren – aber jeder Schritt zählt. Und je mehr Frieden wir in unser Leben bringen können, umso mehr sollten wir diesen feiern.

      Vielen Dank für dein HierSEIN und so schön, dass wir auf so vielen Ebenen verbunden sind, liebe Andrea.

      Und ich würde mich riesig freuen, wenn ich dich in unserem SoulFreedom Tribe auf Facebook auch persönlich besser kennen lernen darf.

      Einfach danach suchen – und du wirst uns finden 🙂

      HerzensGrüsse zu dir, du Liebe – und ich hoffe, dass du super-erholt aus deinen Ferien zurück gekommen bist.

      Priska

  4. Liebe Priska,

    Vielen Dank für deine Ehrlichkeit! Für mich war spannend zu lesen, dass Schuld das vorherrschende Gefühl war. Bei mir nutze ich solche Gedanken schnell dafür, „nicht gut genug“ zu sein.
    Ja, und wir werfen Schatten. Das darf alles sein, der ganze Schatten. Mich nie schuldig zu fühlen ist, als wollte ich für immer Sonnenschein. Inzwischen glaube ich, am besten achte ich am besten auf die richtige „Kleidung „. Ein heißes Bad, wenn ich mich schuldig oder wertlos fühle. Tanzen, wenn ich glücklich bin, Rad fahren, wenn ich wütend bin, oder was auch immer passt.
    Und wer weiß, wenn Schukdgefühle so richtig sein dürfen, verschwinden sie vielleicht ganz von selbst.

    Liebe Grüße
    Maike

    • Liebe Maike

      Wow, was für tolle, konkrete AusdrucksFormen deiner Gefühle. Wie du weisst – ich LIEBE das!

      Ohne Schatten kein Licht – und umgekehrt. Zumindest funktioniert dies so in dieser Welt, in der wir hier zur Zeit sind.

      Und ja, auch diese „NichtGutGenugs“ dürfen sein. Und langsam in unserer Aufmerksamkeit schmelzen und sich integrieren. Denn auch sie dienen uns schlussendlich zu unserem Wachstum.

      Herzliche Grüsse zu DIR und vielen Dank, für dein HierSein und deinen wertvollen Kommentar
      Priska

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